Mai 2025 und der diesjährige Saisoneinstieg steht bevor. Nach einem Jahr Abwesenheit (2024 sah mein Programm etwas anders aus) hatte ich mich erneut für das RTPL entschieden. Einmal mehr hatte mich die einzigartige Atmosphäre rund um das Rennen gelockt, sowie die Tatsache, dass der Organisator Paweł „Piko“ Puławski stets mit vollem Herzblut dahinter ist. Die Anordnung der 4 Kontrollpunkte bei der siebten RTPL-Austragung sah für mich zudem auf Anhieb sehr interessant aus. Dieses Jahr wurde das polnische Polanica-Zdrój als Start-/Zielort definiert. Der erste Kontrollpunkt befand sich zwar ebenfalls auf polnischem Boden, aber der dazugehörige Parcours war grenzüberschreitend (PL-CZ-PL) ausgeführt. Der internationale Charakter traf auch auf die Parcours 2 und 3 zu, die Abstecher nach Sachsen und Bayern bereithielten. Der vierte Parcours führte wiederum durch das Altvatergebirge, sodass das RTPL No.7 die Form einer Tschechien-Umrundung entgegen des Uhrzeigersinns annahm.

(Meine) Route des Race Through Poland 2025.
Der Start war auf Samstag, den 24.05.2025 angesetzt, wobei am Vortag einige organisatorische Dinge zu erledigen waren, inklusive Fahrradcheck und Race Briefing. Leider blieb viel zu wenig Zeit, um mit Freunden und Bekannten abzuhängen, denn der Start sollte bereits um 5 Uhr erfolgen.
Der Schlaf hätte definitiv ruhiger, erholsamer und vor allem länger sein dürfen. Aber im Großen und Ganzen fühlte ich mich am Samstagmorgen startbereit, soweit man das zu dieser Uhrzeit überhaupt sein kann. Etwas Stress kam bei mir auf, als ich im Startbereich feststellte, dass die Gepäckabgabe nicht dort, sondern einen knappen Kilometer weg am OSiR zu tätigen war. Die Temperaturen an diesem Morgen lagen nahe am Gefrierpunkt, und damit extrem weit außerhalb meines Wohlfühlbereichs.

Doch noch pünktlich aufgeschlagen und ganz vorne eingeordnet. 😉
Der Start erfolgte pünktlich und im Verlauf des Startparcours (offiziell 36 km und 954 hm) ordnete ich mich an Position 3 ein. Dabei behielt ich die beiden Fahrer vor mir in Sichtweite, während wir uns vom Rest des Feldes absetzten. Wojtek Bystrzycki (Cap 20) und Tim De Witte (Cap 101) hatten es von Anfang an eilig. Wojtek stand dieses Jahr mit einem merklich leichteren Setup am Start, als sonst. Ihn kannte ich aus diversen vorangegangenen RTPL-Editionen und wusste, dass er auf dem Rad als extrem stark einzuschätzen ist. Tim wiederum hatte sich in den vergangenen beiden Jahren jeweils eine Podiumsplatzierung beim Transcontinental Race gesichert, was von seinen ausgezeichneten Fähigkeiten zeugt. Ein weiterer Konkurrent, den ich im Vorfeld ganz oben auf meiner Liste hatte, fuhr zunächst weiter hinten. Ihm begegnete ich erst im späteren Verlauf des Rennens. Ich selbst erhielt die Nummer 111 – ein netter Hinweis auf den Hattrick, den ich bei den RTPL-Austragungen 2021 bis 2023 hingelegt hatte. Bei meiner vierten RTPL-Teilnahme hatte ich durchaus den Anspruch eine weitere 1 hinzuzufügen, sah aber in der Anfangsphase keine Notwendigkeit, um vorneweg zu fahren. Stattdessen bewegte ich mich im gewohnten Tempo vorwärts. Wojtek (Cap 20) und ich liefen uns im weiteren Verlauf ständig über den Weg, obwohl sich unseren Routen immer wieder trennten. Nach etwa 175 km erreichte ich den Beginn des Parcours 1 (offiziell 110 km und 2601 hm), der mich nach Tschechien führte. Eine kurze Pinkelpause genügte, um hier von Wojtek (Cap 20) eingeholt zu werden. Die Abstände waren also noch immer sehr knapp. Der Parcours 1 enthielt im weiteren Verlauf technische Abfahrten, auf denen mir Wojtek (Cap 20) freundlicherweise den Vortritt ließ. Er merkte, dass ich es gerne laufen lasse und wollte mich nicht ausbremsen. Schließlich gelangten wir beinahe gleichzeitig zum Genickbrecher, Stóg Izerski. Der Anstieg beinhaltete einen 1,6 km Sektor mit Steigungsprozenten jenseits von 20% und zwar auf einem Untergrund mit sehr bescheidener Fahrbahnbeschaffenheit und etlichen Stellen, wo jeglicher Rest an Asphalt komplett wegerodiert war. Wojtek (Cap 20) schloss zunächst zu mir auf und überholte, bevor ich ihn zurücküberholte. Das alles geschah im Schneckentempo und zog sich gefühlte Ewigkeiten. Nach 8 weiteren ab- und aufsteigenden Kilometern erreichte ich den ersten Kontrollpunkt „Hala Izerska“, wo ich den entsprechenden Eintrag in meine Stempelkarte erhielt. Kaum setzte ich mich wieder in Bewegung, kam mir schon Wojtek (Cap 20) entgegen. Die Auswertung zeigt, dass ich einen Vorsprung von 4 Minuten auf ihn herausfahren konnte. Leider war es unsere letzte Begegnung, da Wojtek (Cap 20) sein Rennen am Folgetag abbrechen sollte.

Abklatschen nach einem lustigen Duell auf den ersten 285 km.
Ich machte mich auf den Weg Richtung Tschechien, wo ich mich in der Stadt Chrastava mit Lebensmitteln und Getränken eindeckte. Schon bald wurde es dunkel und ich überquerte in Štětí die Elbe. Wenig später beschloss ich, in Roudnice nad Labem eine Toilettenpause an einer noch geöffneten Tankstelle einzulegen und staunte nicht schlecht, als ich dort Bruno Wicht (Cap 127) antraf. Er muss offensichtlich eine merklich effizientere Route gehabt haben, als ich. Bis ich wieder herauskam, war Bruno verschwunden. Also Verfolgungsmodus an. In Kadaň, kurz vor Erreichen des Beginns von Parcours 2, hielt ich spontan an der dortigen Tankstelle um den Getränkevorrat nochmals aufzustocken, zumal dieser mit 3170 hm auf 122 km aufwartete. Der Parcours stammte aus der Feder des allseits bekannten und ortskundigen Björn Lenhard, der ein Erzgebirge-Best-of zusammenstellte. Selbstverständlich waren bösartige Rampen inkludiert und der obligatorische Anstieg zum 1244 m hohen Klínovec (Keilberg). Diesen erreichte ich exakt 24 h nach dem Start, also um 5 Uhr morgens bei sehr niedrigen, einstelligen Temperaturen. Von hier aus stand mir noch ein Stück harter Arbeit bevor, um den verbleibenden Parcours abzuschließen. An dessen Ende lag der Kontrollpunkt 2 „Bärenstein“, wo ich nach weiteren 3,5 Stunden ankam.

Kurz nach dem Klínovec-Besuch im Morgengrauen.
Von hier aus nahm ich Kurs Richtung Süden, also zurück nach Tschechien. Ich kam erneut an der Tankstelle in Kadaň vorbei und nutzte die Gelegenheit zur Nahrungsbeschaffung. Es war Zeit, den ersten Blick auf das GPS-Live-Tracking zu werfen. Leider schaffte ich es beim Einschalten des Mobiltelefons tatsächlich die SIM-Karten-PIN 3 mal falsch einzugeben. Somit war die SIM-Karte gesperrt und das Handy im Grunde nicht nutzbar. Ich weiß bis heute nicht, wie mir die PIN, die ich sicherlich zig Tausend mal eingegeben hatte, entfallen konnte. Den ganzen Tag über kam der Wind unaufhörlich schräg von vorne, wobei sich etwa 30 km vor Pilseň der Regen dazugesellte. Die Stadtdurchquerung ging einigermaßen effizient vonstatten, aber der Regen begleitete mich beinahe durchgehend – lediglich unterbrochen von kurzen Lichtblicken. Den ganzen Tag über arbeitete ich gedanklich an einer Lösung meines selbstgemachten SIM-Problems.

Die meiste Zeit ziemlich eingepackt, aber hier zumindest ohne Niederschlag.
Mein Plan sah es vor, zunächst Tschechien zu durchqueren und im Bayerischen Zwiesel den dortigen Burger King anzusteuern, um WLAN zu schnorren. Gegen 19:30 Uhr kam ich dort durchnässt und eingesaut an, zumal vorher ein lästiger Gravel-Sektor zur Vermeidung der Bundesstraße B11 auf dem Programm stand. Eine ganze Stunde verplemperte ich bei diesem Zwischenstopp. Gewissenhaft trocknete ich mich, meine Hände, das Mobiltelefon und die gesamte Arbeitsumgebung, bevor ich die SIM-Karte ausbaute. Über das Portal meines SIM-Karten-Anbieters gelang es mir, die PUK zu beschaffen. Mit deren Hilfe gelang die Entsperrung der wiedereingelegten SIM-Karte. Damit fiel mir tatsächlich ein Stein vom Herzen, denn ohne funktionierendes Handy hätte ich ein extrem mulmiges Gefühl beim nächtlichen Befahren des bevorstehenden und zeitweilig sehr abgelegenen Parcours 3 gehabt. Im ersten Anstieg dieses Parcours fuhr ich in dichten Nebel hinein, der in der nachfolgenden Abfahrt besonders störend war. Erfreulicherweise setzte zumindest der Regen zwischenzeitlich aus. Noch bevor ich tschechisches Gebiet erreichte, löste sich auch der Nebel auf – sehr gut, denn es wäre sicherlich nicht lustig gewesen, den gesamten Parcours 3 (offiziell 98 km und 2093 hm) in dieser Nebelsuppe absolvieren zu müssen. Kurz vor 1 Uhr erreichte ich den Kontrollpunkt 3 „Knížecí Pláně“, der sich in etwa in der Mitte des Parcours 3 befand. Die Stempelkarte wurde dort zügig mit dem dritten Stempel versehen und schon ging weiter Richtung Dreisessel, dem Endpunkt des Parcours 3.

Hier noch mit voller Leuchtkraft, was sich schon bald ändern sollte.
In der Auffahrt zu diesem Gipfel fing es erneut an zu regnen, und in der Abfahrt kam mir ein Lichtkegel entgegen. Es war Bruno Wicht (Cap 127), von dessen Anwesenheit ich überrascht war. Eigentlich ging ich davon aus, dass mein Vorsprung größer sei, aber ganz offensichtlich hatte ich einen Großteil davon beim Burger King Stop und auf dem Parcours 3 verspielt. Wo ich aber sicherlich noch mehr Zeit verspielt habe, ist auf dem Abschnitt nach dem Parcours 3. Gemäß meiner Planung bog ich nach der Abfahrt vom Dreisessel Richtung Süden ab, um anschließend für ein paar Kilometer nach Österreich hineinzufahren danach den Lipno-Stausee zu umfahren. Dabei galt es zu beachten, dass sowohl der Nationalpark Bayerischer Wald, als auch der Šumava Nationalpark ausschließlich auf der vom Parcours 3 vorgegebenen Route befahren werden durften. Dies war eine Absprache zwischen dem Organisator des RTPL und den zuständigen Nationalpark-Verantwortlichen. Ein Befahren aller anderen Wege und Pfade innerhalb von Nationalpark-Gebieten würde mit einer unverzüglichen Disqualifikation geahndet werden. In der Nachbetrachtung ist zu erkennen, dass Bruno (Cap 127) vom Dreisessel aus, dem Parcours 3 in umgekehrter Richtung bis zur Ortschaft Strážný folgte, wo er das Nationalpark-Territorium regelkonform verlassen konnte. Von dieser Routenentscheidung hat er sichtlich profitiert, denn in den nachfolgenden Stunden hatte ich an Boden verloren und Bruno übernahm souverän die Führung. Das war also mein erster signifikanter Routing-Fehler. Hinzu kam, dass ich auf meiner Strecke durch Österreich in heftigen Starkregen geriet. Wie sich herausstellen sollte, verursachte dieser einen elektronischen Schaden. Zunächst war dieser nicht erkennbar, denn meine Beleuchtung funktionierte tadellos. Jedoch als ich in den Morgenstunden die Beleuchtung ausschaltete, bemerkte ich, dass etwas nicht stimmt. Die Beleuchtung schaltete sich spontan und eigenständig ein. Etwas später fiel mir auch noch auf, dass der Nabendynamo Geräusche von sich gibt. Den ganzen Tag über machte ich mir keine zu großen Sorgen darüber, dass es sich um einen ernsten Defekt handelt, denn die Beleuchtung funktionierte ja. Sie musste lediglich von Zeit zu Zeit manuell ausgeschaltet werden.
Zwischendurch beschloss ich mein Navigationsgerät zu laden, um genügend Saft für das restliche Rennen zu haben. Kaum schloss ich die Powerbank an, verlor es das GPS-Signal. Ich wiederholte die Prozedur mehrmals und startete das Navigationsgerät neu – stets mit dem gleichen Resultat. Es ließ sich einfach nicht während der Fahrt laden, weil es dabei das GPS-Signal verlor. Natürlich dauerte es eine ganze Weile, bis ich herausgefunden hatte, was da los ist. Desweiteren realisierte ich, dass ich ziemlich limitiert bin, was das Laden angelangt – Laden ging nur im Stillstand. Der Tag neigte sich allmählich seinem Ende zu und es war Zeit die Beleuchtung einzuschalten. Überraschung: die Dynamo-Beleuchtung ist funktionslos. Naja fast. Die Frontleuchte war eindeutig tod, und das Rücklicht gab lediglich ein Glimmen von sich. Der zuvor beschriebene Starkregen hat also doch zu einem signifikanten Defekt geführt, aber kein Problem, denn ich führe doch Ersatzbeleuchtung mit. Nächste Überraschung: Das Ersatzrücklicht ist ebenfalls abgesoffen und demnach funktionslos. Das glimmende Dynamo-Rücklicht und die vordere Ersatzlampe mussten für die anstehende dritte Nachtfahrt reichen. Vorher wich ich aber noch spontan von meiner ursprünglichen Route ab, um mich an einer Tankstelle bei Šumperk mit Nahrung und Getränken einzudecken. Anschließend setzte ich meine Anfahrt zum vierten Parcours fort (offiziell 51 km und 1994 hm).
Auf dem Weg dorthin checkte ich nochmals, wo sich Bruno (Cap 127) herumtreibt. Er war schon mitten im Parcours 4 und hatte somit zu diesem Zeitpunkt etliche hundert oder sogar tausend Höhenmeter Vorsprung. Unbeirrt arbeitete ich mich über den anspruchsvollen Parcours 4. Im Großen und Ganzen ging es passabel voran, bis zur 13 km langen Abfahrt vom Berg Dlouhé stráně. Hier entwickelte meine vordere Ersatzlampe die Eigenheit, sich bei Erschütterungen (insbesondere Schlaglöchern) spontan auszuschalten. Das war eine miese Erfahrung, sich in einer menschenleeren nächtlichen Abfahrt plötzlich in völliger Dunkelheit wiederzufinden. Mir blieb nichts anderes übrig, als blind eine Gefahrenbremsung einzulegen und das Rad möglichst gerade zu halten, sobald die Lampe ausfiel – stets in der Hoffnung, dass ich vor einem etwaigen Hindernis zum Stehen komme. Ich hatte nicht mitgezählt, wie oft ich eine solche Blind-Bremsung ausführen musste, aber es waren viel zu viele. Ich sehnte mir das Ende dieser Abfahrt heran, denn ich merkte wie mich diese Brems-Aktionen zunehmend mental auslaugten. Im folgenden Anstieg zum letzten Berg des Parcours 4, dem Praděd, nutzte ich eine Holzbank für eine überfällige Pause. Es war 4 Uhr morgens bei erneut sehr niedrigen einstelligen Temperaturen, aber zumindest begann es langsam zu dämmern. Ich wusste, dass ich nicht allzu lange liegen bleiben kann, um nicht völlig auszukühlen und stellte den Timer auf überschaubare 5 Minuten. Das tat so gut, die Augen für einen Moment schließen zu können und nicht in ständiger Bremsbereitschaft nach vorne starren zu müssen. Ich setzte die Kletterei auf den Praděd fort, passierte zunächst die Hütte „chata Švýcárna“ in der sich die vierte Kontrollstelle befand. Sie lag etwa 4 km unterhalb des Gipfels und ich würde dort ohnehin nochmals auf dem Rückweg vorbeikommen. Als ich pünktlich zum Sonnenaufgang den Turm auf dem Gipfel des 1491 m hohen Praděd umrundete und in die Abfahrt startete, kam mir Bruno (Cap 127) entgegen. Mit dieser Begegnung hatte ich nicht gerechnet. Die Nachtfahrt mit der nervigen Beleuchtungssituation hatte mich extrem gefordert und ich war zu beschäftigt, um das GPS-Live-Tracking im Auge zu behalten. Dennoch konnte ich mir zusammenreimen, dass Bruno offenbar am Kontrollpunkt eine Schlafpause eingelegt hatte und wir nun beide am Praděd gleichauf waren.

Weitere überraschende Begegnung mit Bruno (Cap 127).
Desweiteren war mir bewusst, dass Bruno die besseren Karten für den verbleibenden 138 km Zielsprint hatte. Im Gegensatz zu mir kam er gerade aus einer Schlafpause, während ich noch den vierten Stempeleintrag besorgen musste. Zudem war bei mir auf jeden Fall noch eine Toilettenpause fällig und für Nahrungsnachschub musste ich ebenfalls sorgen. Ausschlaggebender war jedoch, dass mir 2 weitere Fehler unterliefen. Zunächst schoss ich kurz nach der Begegnung mit Bruno an der Abzweigung zur Kontrollstelle vorbei, also an derselben Abzweigung, aus der ich noch einige Minuten zuvor kam. Ich wendete erst nach 2 km und musste wieder zur Abzweigung zurückklettern. Damit war meine kurzzeitige Führung sofort wieder verspielt. Ein weiterer Fehler meinerseits folgte auf dem Weg zur polnischen Grenze. Meine Routenwahl war unnötig lang und damit suboptimal, während Bruno eine deutlich direktere Route wählte, die offenbar effizienter war. In Polen angekommen hatte ich noch den Finish-Parcours vor mir (offiziell 69 km und 1286 hm), der mich zurück nach Polanica-Zdrój führte, wo das Rennen einige Tage zuvor startete. Mit einem Rückstand von 1:08 Stunden erreichte ich das Ziel als Zweiter, hinter Bruno Wicht (Cap 127) der ein souveränes und starkes Rennen zeigte. Bruno wird zwar eine minimale Zeitstrafe für einen marginalen Fehler auf dem Finish-Parcours erhalten, behält aber dennoch seinen verdienten ersten Platz.
Eigentlich bin ich stets von der Qualität meiner Routenplanung überzeugt, muss mir aber diesmal eingestehen, dass ich klare Routing-Fehler begangen hatte. Angesichts einer so starken Konkurrenz waren es schlicht zu viele Fehler und eine um zig Kilometer zu lange Route. In Kombination mit den Elektronik-Problemen (Beleuchtung & Navigationsgerät), die ebenfalls Zeit gekostet hatten, war diesmal nichts auszurichten gegen Bruno. Dieses Jahr werden wir jedoch nochmals aufeinandertreffen und ich freue mich auf eine Revanche.

Hinüber und glücklich im Ziel.
Distanz: 1602 km
Höhenmeter: 23150 hm
Finish-Zeit: 3 Tage, 7 Stunden, 38 Minuten
Fotos:
Adrian Crapciu
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Tadek Ciechanowski
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Małgorzata Michalik (BITE OF ME)
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Race Through Poland
https://racethroughpoland.pl/
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Text:
Adam Bialek

Hi Adam, immer wieder faszinierend Deine Reiseberichte zu lesen, v.a. wie Du letzten Endes trotz widriger Umstände, z.B. in diesem Fall einige technische Probleme, eine Top Platzierung bei deinen Ultra Race erreichst. Meinen Respekt und volle Anerkennung hast Du.
Dein Freund
Günther