zwei unzen für den fährmann

gegen 13 uhr starten hannes und ich los, um den wohl letzten sommertag in diesem jahr gebührend zu würdigen. bergig bleibt es auch heute. wir passieren kelheim (servus, baumi!) und fahren weiter nach altmannstein – immer in begleitung eines starken westwindes. wir wollen ja keine geschenke. dann biegen wir ab in richtung donau. einige male kommt es zu brenzligen situationen mit den menschen auf vier reifen. die spinnen, die autofahrer (selbiges denken sich diese wohl auch über uns)! in eining warten wir auf die fähre, um auf das andere ufer überzusetzen.

doch es geschieht…nichts. irgendwann bequemt sich dann doch ein herr auf der anderen seite von seiner bierbank hoch. und winkt. nein, eine begrüßung soll das nicht sein. soviel ist uns klar. eher sowas wie: „schleichts eich! i drink grad gmiatlich mei hoibe!“ irritiert begutachten wir noch einmal das schild, das uns als information bezüglich unserer potentiellen überfahrt dienen soll.

zeitlich wären wir im rahmen. aber ich fürchte, er meint tatsächlich: „schleichts eich!“ also drehen wir notgedrungen um, um die nächste fähre bei weltenburg anzusteuern. hier sieht die lage schon ein wenig besser aus.

für 2 euro pro mann und rad setzen wir über. zusammen mit einer jungen dame und einem ihr folgenden rudel von ca. 20 männern. zur musikalischen untermalung der schifffahrt hören wir gothic metal aus dem portablen musikgerät von – nennen wir sie – anna. ein paar worte wechseln wir mit unseren co-passagieren, die aus weiden zu stammen scheinen. hannes versucht beim fährmann noch vergeblich zu eruieren, warum eining so bockt. dann setzen wir uns wieder auf unsere räder und passieren nach einem weiteren anstieg…kelheim (servus, baumi!). von hier aus bewegen wir uns schnurstracks nach oberndorf, wo wir auf unserer angestammten bank ein weißbier trinken. por supuesto. wer jetzt allerdings denkt, es wäre von hier aus auf kürzestem wege nachhause gegangen, der irrt. hannes hat natürlich noch ein paar überraschungen parat. und so gondeln wir den ansehnlichen berg auf dem graßlfinger weg hoch. ebenso wie die sogenannte „mauer von großberg“ (16% in der spitze). dann ist endgültig schluß. für heute.

110km. 1300hm.

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