unterwegs im schweizer jura

gegen 11 uhr mache ich mich auf den weg. heute führt meine tour in den schweizer jura. nach einer stunde lasse ich den hochnebel hinter mir und die straße wird trocken. es hellt ein wenig auf. sonne hingegen werde ich den ganzen tag lang nicht sehen. über aesch, laufen und erschwil gelange ich ins mittelgebirge und beginne gemächlich zu steigen. kurz vor der passhöhe kommt mir ein ferrari-club mit gefühlt 50 autos entgegen. auf meiner gegenspur befindet sich ein traktor, der natürlich überholt wird. die meisten boliden rauschen mit einem abstand von einem halben meter an mir vorbei. da bin ich aus frankreich weit mehr rücksicht gewohnt. durch einen kurzen tunnel erreiche ich passwang auf 946m ü.d.m.

bei 4 grad mache ich mich an die abfahrt. nicht gerade gemütlich. aber wenigstens regnet es nicht. der herbstlich geprägte jura ist wunderschön.



über ramiswil und mümliswil wandere ich nach langenbruck. kurz vor hölstein muß ich einen ziemlich steilen buckel hoch. 24%. ein erster vorgeschmack auf die vogesen, denen ich höchstwahrscheinlich am dienstag wieder einen besuch abstatten werde. in liestal, der hauptstadt des kantons basel-landschaft, durchquere ich den schönen stadtplatz und lausche zwei burschen auf ihren gitarren. „hallelujah“ von leonard cohen – so schlecht ist es um die jugend in der schweiz nicht bestellt. bei füllinsdorf muß ich noch einmal einen 24%er überqueren. das kostet mich mehr kraft als die beiden anstiege im jura. oben angekommen treffe ich mal wieder auf eine baustelle, die mir unmissverständlich den weg versperrt. ich versuche mein glück und überwinde den kurzen abschnitt ohne behördliche gegenwehr und mit aussicht auf die rheinebene…


dann rolle ich hinab und mache halt in augst beim besterhaltenen römertheater.

ich überquere den rhein – und damit die grenze nach deutschland – und fahre weiter zurück nach basel. von lörrach aus brennen sich die roche-türme in mein gehirn. bald schon wird ein dritter, noch höherer brocken das dreigestirn komplementieren.

eine geschlagene halbe stunde brauche ich, um mich durch das basler großstadtgewirr und baustellengewusel hindurchzukämpfen. dann bin ich zurück am ausgangspunkt.

103km. 1550hm.

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