un, dos, tres

hannes holt mich um halb zwei ab. dick eingemummelt. ich oben lang, unten kurz. 12 grad. keine halben sachen. das nimmt hannes wortwörtlich und fegt dahin wie der sausewind. some things never change. und das bei ordentlichem gegenwind. egal, da kann man schon mit 40 km/h und so in die pedale treten. es geht wieder richtung bayerwald. herrliches wetter. der hohe bogen mit seinen zwei türmen strahlt uns entgegen. in wiesenfelden wird kurz funkkontakt aufgenommen mit willi. ein freund von hannes, den wir auf dem weg zurück nach regensburg aufgabeln wollen.

weiter gehts. es folgt eine grandiose abfahrt hinunter nach saulburg (die wäre was für dich, jochen 😉 ). relativ steil. teils 15% und technisch anspruchsvolle kurven. der unverstellte blick auf die donauebene öffnet das herz. hannes hingegen nehme ich nur noch als neongelben farbklecks am horizont wahr. was macht der typ eigentlich? in seine unterschenkel könnte ich meine oberarme mittlerweile dreimal unterbringen. irgendwann stelle ich meinen sparringspartner zur rede und konfrontiere ihn mit dem soeben erlebten. freimütig gesteht dieser, daß nicht ein, sondern gleich zwei elektromotoren in seinem rahmen verbaut sind. das ist nur menschlich, allzumenschlich.

in hofdorf gesellt sich dann willi dazu. hannes` hintergrundinfo: „den müssen wir dann nach regensburg reinziehen“. nun, dem ist mitnichten so. willi, ausstaffiert mit einem relativ voll bepackten rucksack, sieht keinerlei veranlassung, müßig zu pedalieren. au contraire. ich traue meinen augen nicht, als er an uns vorbei zieht und ich 51 km/h auf meinem tacho notiere. irgendetwas besonderes muß heute in der luft liegen. und damit nicht genug. ein vierter fahrer hängt sich kurz vor donaufstauf an uns dran. gibt in diesem affentempo nochmal gas, um nur 100m später rechts abzubiegen. a bisserl a show geht allerweil…

wir erreichen regensburg. keine weiteren fragen. außer…sollte man willi seinen rucksack jemals wieder abnehmen?

95km. 1000hm.

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