Stage 4: Der Hai von Selva

Relive ‚Vallter2000‘

Letzte Runde in Catalonien für dieses Frühjahr. Nachdem wir durch den zweiten Ruhetag das Sammeln kostbarer Höhenmeter vernachlässigt haben und der Vallter 2000 schon länger auf unserer ToDo-Liste stand haben wir den letzten Tag und das hervoragende Wetter genutzt um unsere Tour eine Autostunde entfernt nördlich von Olot zu starten. Es geht früh los – dass auf dem Vallter noch Schnee liegt treibt dem ein oder anderen Sorgenfalten auf die Stirn und die Kleiderwahl wird zum bestimmenden Thema. In Olot angekommen geht es Richtung Beget gleich von Anfang an bis auf 800hm bergauf. Nach knapp 40 km haben wir bereits 1400 hm erklettert – es läuft heute, leider nicht bei allen. Über kleine, scheinbar unentdeckte Höfe und Dörfer erreichen wir schliesslich Campodron. Die „Uhren“ scheinen hier anders zu laufen, wir nutzen die Gelegenheit um einen schnellen Espresso zu schlürfen ehe wir den Anstieg zum Vallter in Angriff nehmen. Kurz noch die Flaschen aufegfüllt und es geht los. Der Anstieg ist ordentlich, meist knapp unter 10% mit langgezogenen Geraden. Kehren, in denen man schnell Kraft schöpfen und einen entspannten Schluck aus der Flasche nehmen kann sucht man zunächst vergebens. Vorbei an kleinen Bächen zieht sich die Strasse unermüdlich nach oben, bis man den Fuß der Bergstation und die ersten Parkgelegeheiten für die Wintersportbegeisterten erreicht. Schnee! Rechts links, da ist er. Doch das Wetter ist uns gnädigt und so brennt die Sonne auf uns runter.

Die letzten 150hm sclängeln sich dann doch einige Kehren bis zur Station hinauf. Oben angekommen erstmal raus aus den nassen Trikots, die wir in der Sonne zum trocknen aufhängen. Michi wählt dafür die Heckklappe eines parkenden Pickups, der kurz darauf ins Tal braust. Philip erreicht die Bergstation, die Beine waren heute nicht so gut. Es muss ein Erfolgserlebnis her, also sofort weiter und zack zurück ins Tal. Wie ein Blitz schiesst er den Anstieg hinunter und sammelt dabei auch noch Michis Baselayer wieder ein, dass der Pickup einige hundert Höhenmeiter weiter unten wieder abgeworfen hat.
Bevor wir in Llanars nochmal einen wärmenden Kaffee zu uns nehmen, verlieren wir kurzzeitig ausnahmsweise mal den Sailo. Eine Lücke hat sich aufgetan, die er nicht schliessen kann. Der Gegenwind lässt unseren Kameraden zum kleinen roten Punkt in der Ferne verblassen.
Die letzten 30km schiessen wir auf einen kleinen meist abschüssigen Strasse zurück zum Bus und sind alle froh auch diese Runde wieder sturzfrei beendet zu haben. 118 Kilometer auf 2909hm – finally the Queensstage.

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