Parsberg für begossene Pudel

Sailo und ich fuhren am Samstag, nicht ohne Sorgen um Mikes Fitnesszustand (da nicht dabei), die große Parsberger Runde durch. Trotz Gewitterwarnungen wagten wir die Fahrt, der Strömungsfilm zeigte trockenes Wetter und Wolkenteilungen an. Vom Verkehr her war es auch gut diesmal bis auf ein paar Motorradfahrer (komisch, gibts nur noch laute Maschinen?). Bis Kallmünz waren wir warm, nahmen dann ein wenig heraus bis Hohenfels und begannen den ersten Serpentinenanstieg, vorbei am wuchtig braunen mit Helvetica beschrifteten Metallschild von GATE 1 des Übungsgeländes. Oben an GATE 5 fiel wieder auf, wie groß eigentlich das Gelände ist, ein riesiges Areal, größer als Regensburg.

Nach der kleinen Abfahrt ging es dann wieder links Richtung Beratzhausen, und da ging es langsam los…dicke Wassertropfen fingen an, die Straße dunkler zu färben und alsbald fuhren wir direkt in einen dicken Platzregen mit Blitz und Donner. Ich hatte zwar eine Regenjacke dabei, aber die anhaltende Schwüle brachte trotz Regen soviel Wärme auf, dass ich sie stecken ließ. Wir zogen merklich das Tempo an, um über die drei Wellen Richtung Beratzhausen weg von dem Wolkenfeld zu gelangen, doch keine Chance…mit rutschigen Bremsen und abgenommenen Brillen gab es auch nach der Waldabfahrt keinen Regenrückgang. Nach Beratzhausen kam der letzte offizielle Anstieg vor Laaber, verziert durch einen Blitz am „Gipfel“, der dort direkt in einen Baum fuhr und keine zwei Sekunden später ein gewaltiger Donner die Luft erfüllte. Die Rampenabfahrt danach verwandelte den Regen in winzige, aber giftige Nadelstiche wie kleine Steinchen.

Und dann Laaber…kurz nach Ortseinfahrt kein Niederschlag und helle Straßen. Wie ein plötzliches Erwachen waren wir innerhalb von 10 Minuten auch wieder trocken und, da keine Kälte die Kräfte rausgezogen hat, ziemlich gut drauf. So stachen wir durchs Laabertal und…nahmen dann doch Kühlschlag noch mit. 4×10% Steigungen zum durchbeißen. Auch hier nichts von Regen zu sehen oder zu spüren. Nach der Schußfahrt zogen wir das Tempo nochmal an, Alling, Sinzing…und zum Schluss ein schnelles Radler in Großprüfening. Ich war etwas erstaunt über die Zeit, es war erst kurz nach 17:00h, aber klar…wir hatten am Ende exakt 100km mit 800hm im satten 28,75km/h Schnitt durchgebolzt. Was ein Regen alles bewirken kann!

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