ostsee vs. f*cker

eigentlich stand an diesem wochenende unsere lang geplante ostseefahrt mit der gesamten truppe auf dem zettel. aber krankheitsbedingt und damit verbundene planänderungen machten uns einen strich durch die rechnung. waren nur noch philip und ich übrig und da wir unsere liebsten schon „verkauft“ hatten, nutzten wir den freien tag für eine schöne runde durch den brandenburger süd-osten.

auf bekannten wegen geht es erstmal raus aus berlin, vorbei am müggelsee richtung erkner. der wind blässt uns ordentlich ins gesicht und wir freuen uns sogar ein bischen darüber, es fühlt sich nach einer flotten rückfahrt an. vorbei an grünheide geht es in den süden. die sonne knallt schon allmählich und der ein oder andere autofahrer meint mit 15 cm abstand an uns vorbeifahren zu müssen. diese beiden zutaten lassen schnell mein gemüt explodieren – philip beruhigt mich wieder, wir wollen den schönen tag geniessen. es geht ab in ein kleines wäldchen. der weg schlängelt sich entlang der spree durch die schatten spendenden bäume wie eine fahrradautobahn durch den wald.


wir erreichen fürstenwalde und füllen beim ristorante messina 🙂 unsere flaschen mit wasser und einer priese salz. der nächste ort heisst rauen, hier sollen sich die rauener berge verstecken. das profil: ein „mittelfinger“ (stichstrasse). ich pfeife mir ein gel, was philip mit einem fragenden blick, ob das wirklich nötig ist, belächelt. mein klares ziel: der „bergpreis“. vorbei an einer schranke geht es gleich in die erste rampe. zwar gesamt nur 4% im schnitt, weist die steigung doch erstmal mehrere rampen mit zweistelligen prozentwerten auf. bei der zweiten rampe schaffe ich mich abzusetzen und nach der dritten kleinen kehre hat philip keinen sichtkontakt mehr zu mir. psychologischer vorteil 🙂 ich drücke drauf, ein kurzes flachstück gefolgt von einer weiteren kleinen rampe und schon kommt eine langezogene kuhle – vollgas. der schwung trägt mich über die letzten beiden rampen und ich erreiche über einen kleinen schotterweg die wetterstation. wir blicken uns kurz um und treten gleich wieder die abfahrt an. unten angekommen sind wir beide sichtlich überrascht wie lange sich die abfahrt gezogen hat und lachen.

es geht weiter richtung storkow wo wir uns mit kuchen eindecken bevor wir uns spontan bei lieben freunden auf eine tasse kaffee einladen. der kleine trampelpfad über stock und stein durch den wald dorthin hat allerdings philips nagelneuen hinterem mantel nicht so gut gefallen und philip muss die reise mit einer beule vortsetzen. es geht nochmal gegen den wind bevor wir bei philadelphia 🙂 wieder über spreenhagen richtung berlin fahren. nicht die ostsee, trotzdem ein schöner samstag mit 170km.

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