oh du schöner bayerwald! (version 2021)

freitag, 1.10.

gegen 6.30 uhr hole ich h. mit dem vw-bus ab. kurzentschlossen begeben wir uns heute auf unsere traditionelle bayerwald-rundfahrt. wir laden die räder ein. h. stellt mir sein rotes rose-rad zur verfügung, da max bereits seit eineinhalb wochen zur reparatur in der werkstatt versauert. eine stunde später parken wir auf einem pendlerparkplatz in der nähe von hofkirchen. „ah geh, a jack`n brauchst ned mitnemma!“, rufe ich h. fröhlich zu. aus den acht grad auf dem vw-thermometer werden dann doch äußerst frische 0 grad, die uns – was den wärmehaushalt betrifft – in den ersten zwei stunden ein wenig zu schaffen machen. h. meint, seine finger nicht mehr zu spüren und befürchtet, daß sie ihm kurzerhand abfrieren werden. doch es gelingt mir, ihn zu beruhigen.
wir haben einen herrlichen oktobertag mit 11 sonnenstunden erwischt. das scheint uns zu beflügeln. über aicha vorm wald und kumreut gelangen wir zur buchberger leite, die uns zum ersten mal ein wenig ins schwitzen bringt. mit steigungswerten bis zu 27% klettern wir nur sehr langsam hinauf. nun geht es stetig bergan. wir passieren mauth und finsterau und haben kurz vor der tschechischen grenze bei 1156m ü.d.m. einen ersten „gipfel“ erreicht. im tschechischen bucina kehren wir ein und lassen uns böhmische köstlichkeiten schmecken.


dann radeln wir weiter durch den böhmischen nationalpark „sumava“. er ist eine „augenweide“, wie sich schnell herausstellt.



ca. 30km später verlassen wir den sumava und „betreten“ bei haidmühle wieder bayerischen boden. nun folgt der zweite höhepunkt des heutigen tages – die auffahrt zum dreisessel (1333m ü.d.m.). der anstieg verläuft recht gemächlich bei 6 bis 7%. erst zum schluß wartet eine kurze 20%ige steigung. oben angekommen ist die aussicht traumhaft und lässt den blick über die alpen schweifen.

berggasthof dreisessel
wollsackverwittertes gestein am dreisessel
was für eine aussicht!
der borkenkäfer hat im bayerischen wald ganze arbeit geleistet.
der „bezwinger“ – nach dem vorbild von „géant du tourmalet“

nach einem erfrischenden weißbier machen wir uns wieder auf den weg. wir haben noch ca. 90 höhenmeterreiche kilometer vor uns. wir passieren röhrnbach, hutthurm und das kleine örtchen „klessing“, das h. bei seinem nachnamen pate stand. um 18 uhr halte ich kurz an und telefoniere für 15 minuten mit meiner tochter. langsam dämmert es, als wir gegen 18.45 uhr wieder am ausgangspunkt ankommen. rasch verladen wir die räder und ziehen uns um. im nahe gelegenen deggendorf besuchen wir das gasthaus „goldener engel“ und versuchen mit schweinebraten und kaiserschmarrn unseren exorbitanten kalorienbedarf zu decken, was uns beim heutigen verbrauch von ca. 5500 kcal nicht wirklich gelingt. die gerichte „verdampfen“ förmlich vor unseren augen. da diese trotz des nach wie vor vorhandenen hungers allerdings immer schwerer werden, ziehen wir es vor, die heimreise anzutreten. auf der fahrt nachhause schmieden wir pläne für das kommende jahr.

oh du schöner bayerwald!

202km. 4108hm.

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