let`s get this straight

eigentlich wollte heute mal wieder ein größeres grüppchen in die pedale treten. aber michi ist krank, jochen zieht immer noch um, philip – extra aus berlin angereist – muß auf sein töchterchen aufpassen und mr. chambers hat sich gleich gar nicht zurückgemeldet. also machen hannes und ich uns zu zweit auf den weg. die wetteraussichten sind gut. vielleicht ein letztes mal in diesem jahr wollen wir eine größere runde drehen und die 100km überschreiten.
kurz vor etterzhausen treffen wir auf mr. chambers, der auf seinem crosser unterwegs ist. er flüchtet sich in fadenscheinige ausreden wie keine zeit, kinder und das leben halt. na dann.
wir fahren weiter richtung lupburg. immer tiefer hinein in eine entlegenere oberpfalz. und dies im trial and error verfahren. hannes hat die strecke nur so „grob im kopf“. natürlich stehen wir bald da und wissen nicht mehr so genau weiter. zu klein die straßen. mehrere menschen sind uns bei der wegfindung behilflich, die – wie soll es anders sein – über ungeteertes verläuft. einmal mit hannes eine runde drehen, ohne sich das rad dabei durch schotterpisten zu ruinieren…wäre ja auch zu schön gewesen. ohnehin: ich hätte einen gps-fähigen bordcomputer dabei.

…ich habe nur leider immer noch nicht den hauch einer ahnung, wie das funktioniert. sollte mich mal damit beschäftigen.
langsam finden wir uns wieder zurecht und schwadronieren über die lila blütenpracht auf einem feld. da hannes der meinung ist, daß zwischen uns bereits alles gesagt ist, führt er nicht weiter aus, daß er gewillt ist, nach links abzubiegen. ich dagegen fahre beharrlich weiter geradeaus. wir krachen sanft ineinander. einen sturz jedoch können wir vermeiden. profis eben. unser glück scheint für heute wirklich ausgereizt. es wird kühler und wir legen eine schicht drauf.

hannes tritt heute in die pedale, als gäbe es kein morgen. mit 45 bei gegenwind. unverbesserlich. es wird sich weisen, wie der kräftehaushalt darauf reagiert. wir erreichen velburg und fahren weiter nach hohenburg, schmidmühlen und hohenfels. mit rückenwind auf dem weg zurück nach regensburg hatten wir gerechnet. doch auch hier bläst uns eine steife brise ins gesicht. hannes schaut mich fragend an und bemüht seine letzten energiereserven in form von riegeln. niemand soll sagen, ich hätte nicht davor gewarnt. zugegeben, die letzte stunde wird ein wenig anstrengend. gegen halb 6 jedoch sind wir wieder vor ort und froh darüber, heute diese größere runde in angriff genommen zu haben.

140km. 1250hm.

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