Le Tour de Erzgebirge

Wo anfangen?

Als Jochen noch schlummerte und sailo (wahrscheinlich?) schuften musste, trafen wir uns ziemlich pünktlich gegen 9 Uhr in olbernhau, unserem Startort. Die wiedersehens- und Vorfreude war groß!

Und das war unser Plan:
gpsies.com

von olbernhau ging es gleich über die Grenze nach brandov. Neben meinem analogen kartenmaterial, das uns guten und noch nützlichen überblick liefern sollte, hatte sich Mike noch am Vortag sogar noch so ein gps-Teil ans Rad gehängt, das uns immer zeigte, ob wir auf der richtigen Linie fahren. Super nützlich!! Bevor ich in meinen Sachen rumkramte, manövrierte uns das Ding auch gleich rechts ab auf kleinen Weg durch den Wald. Und berghoch! Und wir mussten ja auch erstmal auf den erzgebirgskamm klettern, ging auf jeden Fall immer wieder saftig hoch. Der Weg – der Radweg r23, der wohl mal ein Grenzkontrollstreifen war – führte uns mehr oder weniger immer direkt der Grenze entlang weiter nach oben. Die Beschaffenheit ließ allerdings zu wünschen übrig, ziemlich rauher Belag und da es immer wieder auch bergab ging, waren die Schlaglöcher doch etwas nervig. Aber eben null Autoverkehr! Und schöne Natur mit überraschenden Badeseen. Diese waren umso reizender, da es wirklich ordentlich heiß war – noch. An einem Stausee angelangt wurde der Weg deutlich besser und wir gelangten auf die autostraßen auf dem Kamm. Und machten unsere erste kleine Pause:

god_erzgebirge-1

Sodann ging es weiter Richtung medenec, kurz danach links abbiegen und eine wunderbare Abfahrt mit rund 700 hm auf besten Asphalt machte richtig Bock. So schön auch, dass wir beschlossen, diese abfahrt das nächste mal unbedingt hochzufahren. Serpentinen, alles dabei!

Unten angelangt wollten wir in Pierstein unsere Flaschen auffüllen. Wohl eine der besten Ideen am Ortsende noch bei einer Ausflugsgaststätte zu halten. Kaum waren die Flaschen voll, ging auch das Gewitter und starker, starker regen los. Wir haben dann dort wohl so 1,5 std rumgesessen: heißer Kaffee, Kraftbrühe, Raphis kleiner Imbiss??!! und hinterher noch ne Kippe geschnort von der netten Bedienung.

Es wurde also später – und die Wolkendecke wollte auch nicht wirklich freundlicher werden – und wir beschlossen die Runde abzukürzen und über den meluzina (1043m) nach oberwiesental zufahren und oben entscheiden, ob wir fichtel- und keilberg noch angehen sollten.

Dieser von quäldich empfohlene anstieg, der mir eh nicht aus den kopp ging, hatte auch gute 700hm am Stück, schlängelte sich durch den Wald, der uns auch vor dem wiedererstarkten regen zumindest etwas schützte. Irgendwann auf den Weg nach oben wurde es dann aber doch lichter und es schiffte doch zunehmend unangenehmer. Aber: ein wunderbarer Anstieg, der mir wahnsinnig viel Spaß machte. Auch null Autoverkehr.

Raphi in sich gekehrt:
god_erzgebirge-2

Bitte auch diese fliegen beachten, die uns da in schwärmen über unsren rücken und Köpfen verfolgten:

oben am am meluzina angekommen dann die Entscheidung aufgrund der Gewitter gleich den Rückweg anzutreten. Es pisste aus Eimern. Also ohne die Schleife über keilberg und Fichtelberg über unseren eh so geplanten Rückweg nach olbernhau.

Zunächst über jöhstadt und dann noch Satzung (ja, ne üble Steigung nochmal): das waren zwei ganz wichtige Ziele auf unserer Tour, denn dort stehen die beiden ältesten windparks der Ostwind. Satzung 1992 und jöhstadt 1994 ans Netz gegangen. Sah alles wie ein modellwindpark aus, kleine Anlagen, aber die verschiedenen Typen wie Vestas, enercon und nordex gut zu erkennen. Heute sind sie halt 150m höher und eben viel effizienter.

Im kältesten Ort Deutschlands dann noch mal ne cola und Wasser und ab ging die Post durch eine sich leicht schlängelnde, leicht abfallende, aber leider auch immer wieder nasse Straße mir 40-45 km/h zurück!

jochen, was hättest du Spaß gehabt, da entlang zu walzen!

WIR KOMMEN WIEDER! Das steht fest!

Am Ende also 135km mit 2500hm…

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