„die regeln“ der velominati

alle radsportler, die beständig auf der suche nach einem religiösen fundament für ihr tun sind, können aufatmen. ihre erlösung naht. und zwar in form einer bibel: den sogenannten „regeln“ der velominati. nein, es handelt sich hierbei nicht um einen geheimbund rennradwütiger apostel, sondern um fünf herren aus den staaten und neuseeland. seit etlichen jahren betreiben sie auf velominati.com einen blog, der sich – analog gangofdreams.com – ums rad und drum herum dreht. die regeln existieren bereits seit einiger zeit in englischer sprache. nun hat der covadonga-verlag sie auf deutsch herausgegeben. an sinn für humor scheint es dem 95 punkte umfassenden katalog nicht zu mangeln.

manchmal allerdings hat man beim lesen das gefühl, daß die velominati-burschen es bei aller augenzwinkerei und der so oft betonten nonchalance doch ein wenig (bier)ernster meinen. so vor allem dann, wenn es um ästhetik und beschaffenheit des geliebten rosses geht. hier könnten sie sich vielleicht noch eine scheibe von der unaufgeregtheit der brevet-szene abschneiden. daß die velominati grundsätzlich aber auf dem richtigen weg sind, erkennt der rezipient spätestens bei regel nummer 10, die auch das von greg lemond geprägte motto der gang of dreams darstellt. 😉

fazit: der kodex für radsportjünger ist ein kurzweiliges, zum schmunzeln verleitendes buch, welches in seinem regelwerk freilich nicht allzu ernst genommen werden sollte. weder von seinen lesern, noch von seinen verfassern.

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